Militärische Ausbildung

Nachtorientierungsmarsch „Waldkauz“

14.10.2018, von Patrik Eberwein, Neubrunn

Der jährlich stattfindende Nachtorientierungsmarsch der Kreisgruppe Aschaffenburg wurde heuer erstmalig durch die RK Neubrunn geplant und organisiert. Bei dieser Veranstaltung hatten die Teilnehmer nicht nur die Herausforderung sich bei nahezu absoluter Dunkelheit und in unbekanntem Gelände zu orientieren, sondern sie mussten außerdem noch an sieben verschiedenen Stationen ihr Können in anderen militärischen Ausbildungsgebieten unter Beweis stellen.

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Foto: Winfried Stecher

Beim ersten gemeinsamen Antreten der Veranstaltung, getrennt nach Marschierern und dem Funktionspersonal, konnte man den Teilnehmern die Vorfreude auf die kommende Nacht schon anmerken. Nachdem der Leitende der Veranstaltung die Teilnehmer in den Ablauf der Übung eingewiesen und die sicherheitsrelevanten Punkte angesprochen hat, wurden die Marschierer in einzelne Trupps eingeteilt.

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Foto: Winfried Stecher

FwRes, StFw Thomas Schinkmann

Das Material das unser FwRes, StFw Thomas Schinkmann vom RegStab Nord, für diese Veranstaltung organisiert hatte, wurde im Anschluss an das Antreten an die Marschierer ausgegeben. So empfingen die Kameraden ihre Waffen, MPGs, Manövermunition, Funkgeräte, Karte- und Kompass, Gehörschutzstopfen, Lunchpakete und teilten dieses Material dann innerhalb ihres Trupps entsprechend auf.

Parallel dazu begann das Funktionspersonal schon mit dem Aufbau ihrer Stationen. Die Teilnehmer mussten folgende Stationsaufgaben absolvieren, nachdem sie zu dem ihnen unbekannten Startpunkt verbracht wurden:

Station 1 Bestimmen eigener Standort, Handgranaten Zielwurf
Station 2
Überwinden eines einfachen Seilsteges
Station 3
SanDienst
Station 4
Erkennen von verschiedenen Kampfmitteln /Kampfmittelmeldung
Station 5
Waffenstation (zerlegen und zusammensetzen von G36 und MG3) bei Dunkelheit
Station 6
Fernmeldestation (Arbeiten mit der Sprechtafel)
Station 7
Entfernungsschätzen bei Nacht
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Foto: Patrik Eberwein

Zwischen den Stationen wurden den Marschierern natürlich verschiedene Orientierungsaufgaben abverlangt. Die Stationen wurden an den Trainingsanforderungen unserer Wettkampfmannschaft ausgerichtet und dienten grade auch diesen Kameraden als gute Vorbereitung für kommende Wettkämpfe.

Nach etwa sechsstündiger Marschzeit je Trupp, wurden die Waffen grob vorgereinigt bevor eine kurze Nachtruhe angesetzt war.

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Foto: Winfried Stecher

Um das Frühstück kümmerten sich dann die Frauen unserer Neubrunner Reservisten, so dass die Teilnehmer danach frisch gestärkt, aber trotz Kaffee noch etwas müde ans eigentliche Waffenreinigen gehen konnten.

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Foto: Winfried Stecher

Nachdem Waffen und Material gereinigt und vollständig wieder vom FwRes übernommen wurde, konnte ein Abschlussantreten durchgeführt werden, wo die Stationsleitenden und alle Truppführer nochmal ihre Eindrücke Revue passieren ließen.

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Foto: Winfried Stecher

Der Leitende der Veranstaltung, Major Patrik Eberwein, bedankte sich bei allen Teilnehmern für das Engagement. Schön war es, dass auch einige „Ü65“ Kameraden teilnahmen und tatkräftig als Funktioner unterstützten. Ein besonderer Dank ging an Manuel Weber von der RK Neubrunn, der die Vorbereitung dieser Veranstaltung hauptverantwortlich übernommen hat.

Dass diese Veranstaltung in Neubrunn als voller Erfolg gewertet werden kann, sieht man am Feedback eines Teilnehmers gleich am nächsten Tag per E-Mail: „…ich möchte mich für diese tolle Veranstaltung bedanken. Dieser unglaubliche Aufwand und die perfekte Organisation haben mich tief beeindruckt und mir sehr gefallen. Das war eine dieser Aktionen, die man (ohne Übertreibung) nie vergisst!“