Sicherheitspolitische Bildung

IS vor dem Ende – Warten auf den großen Knall?!

11.02.2017, von Patrik Eberwein, Weibersbrunn

Zum sicherheitspolitischen Seminar der Kreisgruppe Aschaffenburg konnte der Kreisvorsitzende Patrik Eberwein am 11. Februar in Weibersbrunn im vollbesetzten Raum mehr als 50 Mitglieder begrüßen.

Anscheinend hatte der in der Einladung angekündigte Referent Dr. David Th. Schiller mit den beiden Themen „IS vor dem Ende“ und „Warten auf den großen Knall“ großes Interesse geweckt.
Dr. Schiller gab im ersten Teil einen Einblick in die Geschichte, in die Struktur, in die „Personalgewinnung“ und in die aktuelle Lage der Terrororganisation IS.

Dabei streifte er Begrifflichkeiten und Themen wie

  • Terrorismus ist die Kunst Angst zu verbreiten
  • Jihad 2.0, der Kalifatstaat im Internet
  • 50% des Kalifatstaates liegen im Internet
  • 2016 das Jahr der Berichterstattung um Aleppo, was aber ist mit Deir ez-Zour?
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Foto: Winfried Stecher

Im zweiten Teil des Seminars ging der Referent auf das Thema ein, wie Deutschland mit der aktuell „abstrakten Bedrohungslage“ umgeht. Hier stellte er immer wieder sehr interessante Fragen die alle zum Nachdenken anregen sollten:

  • Hatten wir zu wenige Tote auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin?
  • Außer Phantomdiskussionen, die wir Deutschen übrigens lieben, hat sich seit dem 19.12.2016 doch wenig getan?
  • Sind wir mit dem GTAZ (Gemeinsames Terrorismusabwehrzentrum) richtig aufgestellt?
  • Macht es Sinn in jedem Bundesland eigene Verfassungsschutzbehörden zu unterhalten?
  • Wer ist Zuständig wenn ein Gefährder mal schnell das Bundesland wechselt – kommt da unsere Bürokratie auch mit?
  • Bisher hatten wir es in Deutschland nur mit islamistischen Tätern der maximal C-Liga zu tun, was passiert wenn jemand aus der A-Liga was plant?
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Foto: Winfried Stecher

Kreisvorsitzender überreicht Dr. Schiller ein Gastgeschenk

Mit seinem kurzweiligen Vortrag und den vielen Denkanstößen ist es Dr. Schiller erneut gelungen uns die komplexen Zusammenhänge von Terrorismus und IS anschaulich zu erklären. Es war sicherlich nicht das letzte Mal, dass wir ihn als Referenten begrüßen konnten.