Sicherheitspolitische Bildung

Die Ostgrenze der NATO

30.05.2017, von Patrik Eberwein, Weibersbrunn

Das Hauptthema unseres Sicherheitspolitischen Informationsabends vom 30. Mai war „die Ostgrenze der NATO“. Der Referent, Oberstleutnant Jens-Günter Claussen (G2 von der 10. Panzerdivision aus Veitshöchheim) beschäftigt sich bereits seit 2005 intensiv mit Russland und diesem Themenkomplex.

OTL Claussen gliederte seinen höchst interessanten Vortrag in zwei Teile. Im ersten Teil erklärte er uns welche sicherheitspolitischen Ziele Russland verfolgt und wie wichtig es zum verstehen dieser Ziele ist, sich mal „die russische Brille auf zusetzen“. Er erklärte auch wie Russland seine Ziele verfolgt und wie Russland z.B. durch seine Informationspolitik versucht Einfluss auf verschiedene weltpolitische Geschehnisse zu nehmen. „Russland arbeitet hier mit der geschminkten Wahrheit und nicht mit der großen Lüge – die geschminkte Wahrheit ist hier nämlich viel glaubwürdiger“. Interessant waren auch die Erläuterungen der Begriffe „Hybride Operationen“, „Hybride Kriegsführung“ und „Hybride Beeinflussung“.

Im zweiten Teil seines Vortrages wurde uns die aktuelle Gliederung der russischen Landstreitkräfte im russischen „Militärbezirk West“ (also unserer NATO Ostgrenze) und die Stärke und Gliederung der NATO Kräfte im Baltikum vorgestellt. Außerdem gab uns OTL Claussen auch einen Überblick über neue und alte russische Waffensysteme samt deren Anzahl - und in Folge dessen eventuelle Schwachstellen der NATO. Zum Beispiel verfügen die russischen Landstreitkräfte über hervorragende Flugabwehrfähigkeiten, welche hingegen bei uns nur noch ansatzweise vorhanden sind.

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Foto: Winfried Stecher

Kreisvorsitzender bedankt sich beim Referenten für den hochinteressanten Vortrag

Am Ende dieser sicherheitspolitischen Veranstaltung überreichte unser Kreisvorsitzender Major d.R. Patrik Eberwein dem Referenten ein kleines Präsent und bedankte sich für seinen Vortrag der uns wieder viele neue Erkenntnisse und Sichtweisen eröffnete.