Militärische Ausbildung

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16.05.2017, von Alexander von Zaluskowski, Aschaffenburg

Am Dienstag, den 16. Mai trat eine sowohl vom Alter, als auch von den Dienstgraden gut durchmischte Gruppe in der Stärke von mehr als 20 Reservisten zur Fernmeldeausbildung im Vereinsheim der RK Schweinheim an. Erschienen war auch unser StOffz ResAngl OTL Norbert Gill, der in seiner Begrüßung u. a. auf die aktuelle Problematik "Rechtsradikalismus in der Bundeswehr" einging.

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Foto: Winfried Stecher

OTL Norbert Grill vom RegStab bei der Begrüßung

Dabei forderte er die Reservisten auf, auch in ihren Reihen wachsam zu sein und Missstände auf keinen Fall zu dulden. Die Reserve sei hier genauso wie die aktive Truppe in der Pflicht.

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Foto: Winfried Stecher

Christian Ruppert bei der Ausbildung SEM 52S

Nach dem Grundsatz Reservisten bilden Reservisten aus, fand die Veranstaltung (DVag) unter der Leitung von Fw d. R. Christian Ruppert statt, der neben seinen vielfältigen Aufgaben als Kreisorganisationsleiter Aschaffenburg zusätzlich diese Funktion schulterte.

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Foto: Winfried Stecher

Das SEM 70 wird in Betrieb genommen

Die Ausbildung gliederte sich in drei Blöcke: einen theoretischen Teil, in dem die Grundlagen des Fernmeldebetriebes wie Sprechtafel, Schleiern und Authentifizierung sowie die korrekte Betriebssprache im Bereich Sprechfunk sehr gründlich und verständlich durchgenommen wurden; einen praktischen Teil, der die Funktionsweise und die Inbetriebnahme der Funkgeräte SEM 52S, SEM 52SL und SEM 70 behandelte und eine abschließende kleine Funkübung, in der in einem Funkkreis das Erlernte geübt wurde. In den Pausen hatte die Kreisgruppe für das leibliche Wohl in Form von ordentlich belegten Brötchen gesorgt. Besonderen, kameradschaftlichen Dank gebührt HptFw Raymond Marche, der in Vertretung unseres FwRes StFw Thomas Schinkmann (derzeit auf Lehrgang), die notwendigen Geräte und Mittel von der Bundeswehr besorgte.

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Foto: Winfried Stecher

Eine Gruppe bei der Funkübung

An diesem Abend konnte man wieder einmal feststellen, wie fundamental sich militärische Nachrichtenübermittlung vom alltäglichen Telefonieren mit Handy & Co. unterscheidet und wie anspruchsvoll das Funken nach Vorschrift ist. Insbesondere die Schleierverfahren erfordern einiges an Übung, wenn sie denn korrekt und schnell von statten gehen sollen. Wer aber weiß, wie entscheidend Kommunikation im militärischen Führungsprozess und schließlich auch für das Überleben im Gefecht sein kann, wird auch erkennen, dass das Beherrschen des Fernmeldedienstes aTr genauso wichtig ist, wie das Beherrschen eines G36.

In diesem Sinne wünsche ich der Fernmeldeausbildung im Verband für die Zukunft regen Zuspruch.