Das Leistungsabzeichen der Bundeswehr

Bild: Das Leistungsabzeichen der Bundeswehr

Das Leistungsabzeichen der Bundeswehr kann in den Stufen I - III erworben werden.

Allgemeine Bestimmungen und Regelungen

Voraussetzungen für den Erwerb des Abzeichens:

  • allgemeine militärische Leistungen
  • sportliche Leistungen und
  • fachliche Leistungen und Gesamteignung

Das Abzeichen kann in den Stufen I-III erworben werden. Es kann direkt die Stufe II (Silber) oder Stufe III (Gold) erworben werden.


Das Leistungsabzeichen kann frühestens nach vier Monaten Dienstzeit ausgehändigt werden.

Angehörige der Reserve können das Leistungsabzeichen bei Erfüllung dieser zeitlichen Voraussetzungen während Reservistendienstleistung oder einer dienstlichen Veranstaltung (DVag) erwerben.

Abnahmeberechtigt ist der nächste Disziplinarvorgesetzte oder eine von ihm beauftragte, geeignete Person.

Die Aushändigung des Leistungsabzeichens Stufe I erfolgt durch den nächsten Disziplinarvorgesetzten. Die Stufen II und III haben durch einen Disziplinarvorgesetzten mit mindestens der Disziplinargewalt eines Bataillonskommandeurs zu erfolgen. Die Aushändigung hat in würdiger Form zu erfolgen.

Wer in 5, 10, 15, 20, 25 Kalenderjahren oder einem sonstigen Mehrfachen von fünf Kalenderjahren jedes Mal die für den Erwerb der Stufe III (Gold) geforderten Übungen erfüllt, erhält das Abzeichen mit der Zahl 5, 10, 15, 20, 25 usw. Es ist nicht Bedingung, dass die Jahre der Wiederholung ununterbrochen aufeinanderfolgen.

Das Leistungsabzeichen darf nicht „ehrenhalber” vergeben werden.

Jede Soldatin und jeder Soldat, der die Leistungen erfüllt hat, erhält ein Abzeichen im Original und ein Abzeichen in Miniaturausführung. Die Abzeichen gehen in das Eigentum der Erwerber über. Gleichzeitig ist ein Besitzzeugnis mit Trageerlaubnis auszuhändigen. Die Trageerlaubnis kann durch einen Vorgesetzten mit Disziplinargewalt eines Regimentskommandeurs widerrufen werden, wenn gegen den Erwerber eine gerichtliche Disziplinarmaßnahme verhängt oder er wegen eines Vergehens oder Verbrechens von einem ordentlichen Gericht rechtskräftig verurteilt worden ist.

Trageberechtigt sind Soldaten einschließlich der aus dem Wehrdienst ausgeschiedenen nach Aushändigung des Besitzzeugnisses.

Soldaten ausländischer Streitkräfte können das Abzeichen unter den gleichen Bedingungen - jedoch ohne Einhaltung der festgelegten Mindestdienstzeit - erwerben, wenn der zuständige Vorgesetzte die entsprechende fachliche Leistung und Gesamteignung bestätigt hat. Wiederholungen der für den Erwerb der Stufe III (Gold) geforderten Leistungen sind nur bei Erfüllung der zeitlichen Voraussetzungen zu werten.