Die Schützenschnur der Bundeswehr

Bild: Die Schützenschnur der Bundeswehr

Im Jahre 1720/21 hatte der preußische König Friedrich Wilhelm I die Idee, seine besten Gewehrschützen auszuzeichnen. Während dem Siebenjährigen Krieg (1756 - 1763) trugen die Schützen der Infanterieregimenter an ihren Uniformen silberne Schnüre zur Verzierung.

Nach 1812 wurde die Preußische Armee umstrukturiert und zum ersten Mal eine spezielle Auszeichnung für Scharfschützen eingeführt. Die meisten Soldaten mit dieser Auszeichnung waren Schützen die mit Langwaffen ausgerüstet waren.
Ab 1864 verlieh die Preußische Armee diese Auszeichnung in 3 Stufen (Bronze, Silber und Gold) unter verschiedenen Voraussetzungen an die Soldaten.

Nachdem die deutschen Königreiche im Jahre 1871 zum Deutschen Reich zusammengefasst wurden, wurde die Deutsche Armee wieder umstrukturiert. Im Jahre 1892 führte der Deutsche Kaiser Wilhelm II die Schützenschnur in der Deutschen Armee ein. Sie wurde in 4 Stufen erteilt. Nur die besten 12 Offiziere und Unteroffiziere eines Bataillon sowie die 7 besten Schützen einer Kompanie konnten die Schützenschnur erwerben und durften diese auch tragen. Zusätzlich mussten die Leistungen jedes Jahr neue erbracht werden.

Im Jahre 1935 ging die Reichswehr in der Wehrmacht auf. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges wurde die Schützenschnur in 12 Stufen und unterschiedlichen Ausführungen verliehen. Einige weitere Änderungen wurden erlassen. So brauchte die Schützenschnur nicht mehr jährlich wiederholt werden und durfte von Offizieren nicht mehr getragen werden.

Ab 1965 wurde die Schützenschnur in der Bundeswehr eingeführt. Sie ist in 3 Stufen erhältlich. Die Trageerlaubnis gilt lebenslänglich und wird Offizieren nicht erteilt. Die Schützenschnur ist Silber (Marine - Blau) und hat eine Plakette mit dem Bundesadler in der Farbe der erworbenen Leistungsstufe.